Recherchen von Greenpeace haben ergeben, dass aus Kanada stammende Lieferungen von mit Gentechnik verunreinigtem Leinsamen auch in Österreich auf den Markt gelangt sind.
Der verunreinigte Leinsamen ist in Europa nicht zugelassen und somit illegal im Verkauf. Er kann zum Beispiel in Backwaren oder auch in Müsli enthalten sein. Das österreichische Gesundheitsministerium nimmt derzeit zwar Proben, hat aber angekündigt, die betroffenen Produkte nicht publik zu machen.
Ursprung des Gentech-Leinsamens aus Versuchsfeldern
Der aus Kanada stammende Leinsamen - mit dem offiziellen Namen „CDC Triffid“ - ist in der EU nicht zugelassen. Auch in Kanada wurde der betroffenen Sorte bereits 2001 die Zulassung entzogen. Wie es dazu kommen konnte, dass er acht Jahre später die Lieferungen nach Europa verunreinigt, ist bislang noch unklar. Damit zeigt der Fall eines klar: Wird Gentechnik einmal in die Natur ausgebracht, kann sie nicht mehr kontrolliert werden.
Ursprung des Gentech-Leinsamen dürften die Versuchsfelder der Universität von Saskatchewan, Kanada sein. Dort wurde der Pflanze mittels Gentechnologie eine Resistenz gegen ein Spritzmittel von "Du Pont" eingebaut und dann auf Testfeldern ausgebracht. Grund dafür war, dass viele Böden mit dem Spritzmittel von "DuPont" verunreinigt waren und somit ein Anbau von Leinsamen unmöglich wurde. Die eingebaute Resistenz gegen das Spritzmittel sollte das Problem lösen und den Anbau wieder möglich machen.
Das Gebot der Stunde heißt jetzt Transparenz!
Über neunzig Prozent der ÖsterreicherInnen lehnen Gentechnik in Lebensmitteln ab. Wenn das Ministerium illegale Gentechnik in Lebensmitteln findet, haben die Menschen das Recht zu erfahren bei welchen Produkten dies der Fall ist. Greenpeace hat Minister Stöger aufgefordert, die Testergebnisse zu veröffentlichen und die betroffenen Produkte bzw. Marken bekanntzugeben.
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Quelle: Greenpeace
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