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Öffi-Nutzung steigt

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4.05.2009
5,18 Millionen ÖsterreicherInnen fahren öffentlich


Immer mehr Österreicherinnen und Österreicher nutzen Öffentliche Verkehrsmittel, wie eine aktuelle VCÖ-Untersuchung zeigt. Bereits 5,18 Millionen fuhren im Jahr 2008 zumindest gelegentlich mit Bahn oder Bus, das sind um 277.600 mehr als noch im Jahr 2003. In Wien der Anteil der Öffi-Benützer mit bereits 92 Prozent am höchsten, im Burgenland mit 40 Prozent am niedrigsten. 

 

Der Öffentliche Verkehr wird zunehmend ein Verkehrsmittel für alle ÖsterreicherInnen. Eine aktuelle VCÖ-Untersuchung zeigt, dass im Vorjahr bereits 5,18 Millionen Österreicherinnen und Österreicher mit Öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren sind, davon rund 1,73 Millionen täglich bzw. fast täglich. Die Zahl der VielfahrerInnen ist seit dem Jahr 2003 (das letzte Jahr mit Vergleichsdaten) um 103.500 gestiegen, die Zahl jener, die gelegentlich Öffentliche Verkehrsmittel nutzen, ist um 174.100 gestiegen.

 

"Die deutliche Zunahme an Fahrgästen liegt zum einen an der Ausweitung des Angebots, etwa in Wien die Vergrößerung des U-Bahnnetzes, in der Steiermark die S-Bahn Graz oder in Tirol die zusätzlichen Verbindungen. Zudem haben im Vorjahr die hohen Spritpreise das Kostenbewusstsein erhöht und zum Umstieg auf die günstigeren öffentlichen Verkehrsmitteln motiviert", nennt VCÖ-Experte DI Martin Blum die Hauptursachen für das Wachstum.

 

Und Blum ergänzt: "Die Österreicher sind keine Öffi-Muffel. Im Gegenteil, dort wo das Angebot gut ist, wird viel mit Öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren." Die VCÖ-Untersuchung zeigt, dass in Wien bereits 92 Prozent der Bevölkerung das Öffi-Angebot nutzt. In Vorarlberg sind es 64 Prozent, das ist der zweithöchste Wert in Österreich. Dahinter folgen Tirol mit 60 Prozent und Salzburg mit 58 Prozent. Am geringsten ist der Anteil im Burgenland (40 Prozent). 

 

Der VCÖ weist darauf hin, dass durch die aktuelle Finanzkrise die Bedeutung eines dichten Öffentlichen Verkehrsnetzes enorm steigt. Eine VCÖ-Studie zeigt, dass 60 Prozent der Haushalte des unteren Einkommensviertels kein Auto besitzen. "Durch die Krise achten die Menschen stärker auf ihre Ausgaben, auch auf ihre Mobilitätsausgaben. In jenen Bundesländern, wo viele mit Öffentlichen Verkehrsmitteln fahren können, geben die Haushalte deutlich weniger für Mobilität aus", betont VCÖ-Experte Blum. Ein Vorarlberger Haushalt hat im Vorjahr im Schnitt rund 5.000 Euro für Mobilität ausgegeben, ein Burgenländischer Haushalt hingegen 6.520 Euro. Am günstigsten sind die Wiener Haushalte mobil, mit Jahresausgaben von durchschnittlich 3.890 Euro.

 

Der VCÖ fordert daher eine Nahverkehrsoffensive und ein besseres Angebot in den ländlichen Regionen. Dafür nötige Budgetmittel sollten innerhalb des Infrastrukturbereichs umverteilt werden. "Angesichts des rapid steigenden Budgetdefizits und des gleichzeitig stark zurückgehenden Lkw- und Pkw-Verkehrs ist es ökonomisch vernünftig, geplante Autobahnprojekte auf ihre Notwendigkeit zu prüfen, etwa vom Rechnungshof", so VCÖ-Experte Blum.

 

Zahl der ÖsterreicherInnen,

die Öffentliche Verkehrsmittel im Jahr 2008 nutzten (in Klammer Veränderung zu 2003)

  • Österreich: 5,18 Millionen (plus 277.600)
  • Burgenland: 112.500 (plus 4.100)
  • Kärnten: 286.200 (plus 3.100)
  • Niederösterreich: 878.500 (plus 50.800)
  • Oberösterreich: 718.200 (plus 27.400)
  • Salzburg: 307.700 (plus 14.300)
  • Steiermark: 675.300 (plus 30.000)
  • Tirol: 422.100 (plus 27.800)
  • Vorarlberg: 234.500 (plus 10.900)
  • Wien: 1.543.600 (plus 109.200)

 

Quelle: Statistik Austria, VCÖ

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