Zu Ostern ist das Unfallrisiko auf Österreichs Straßen hoch. Der VCÖ hat die vergangenen sechs Osterwochenenden analysiert: Bei 1.916 schweren Verkehrsunfällen verunglückten 2.701 Menschen, 63 davon tödlich. Im Schnitt passierte alle 18 Minuten ein schwerer Verkehrsunfall. Der VCÖ warnt, dass heuer aufgrund des schönen Wetters und durch den Auftakt der Motorradsaison mit erhöhtem Unfallrisiko zu rechnen ist.
Osterwochenenden werden in Österreich immer wieder von zahlreichen schweren Verkehrsunfällen überschattet. Allein im Vorjahr kamen zwischen Karfreitag und Ostermontag acht Menschen im Straßenverkehr ums Leben, 2.638 wurden verletzt. "Über die vergangenen Jahre gesehen fällt auf, dass bei Schönwetter die Zahl der Unfälle deutlich höher ist. Neben dem vermehrten Verkehr und mehr Motorradfahrern spielt auch die Psychologie eine Rolle. Zu viele lassen sich durch schönes Wetter zum Schnellfahren verleiten", stellt VCÖ-Expertin Bettina Urbanek fest.
Der VCÖ hat die Unfallzahlen der vergangenen sechs Ostern analysiert: Im Schnitt passierte an diesen sechs Osterwochenenden alle 18 Minuten ein schwerer Verkehrsunfall, alle neun Stunden ein tödlicher Unfall. Die meisten Todesopfer gab es zu Ostern 2004, als 17 Menschen ums Leben kamen, die wenigsten zu Ostern 2006 als sechs Menschen starben.
Der VCÖ weist darauf hin, dass zu hohes Tempo und Alkohol am Steuer die häufigsten Unfallursachen sind. Was kann getan werden um Verkehrsunfälle zu vermeiden? "Die verschärften Kontrollen der Exekutive sind eine wichtige Maßnahme, um Risikolenker rechtzeitig bevor sie Schaden anrichten, zu stoppen. Darüber hinaus braucht es auch politische Maßnahmen, wie etwa niedrigere Tempolimits. Und drittens kann durch das eigene Fahrverhalten die Sicherheit deutlich erhöht werden", so VCÖ-Expertin Urbanek.
Die VCÖ-Tipps:
- Defensiv, rücksichtsvoll und aufmerksam fahren.
- Absolut nüchtern, also mit 0,0 Promille fahren.
- Während des Autofahrens NICHT telefonieren,
- ausreichend Pausen einlegen,
- gleiten statt hetzen.
- Wer die Möglichkeit hat, sollte mit Bus oder Bahn fahren: Im Pkw ist das Unfallrisiko 40 Mal höher als mit dem Zug und 12 Mal höher als mit dem Bus.
Weitere Details aus der VCÖ-Analyse: Im Österreich-Vergleich fällt auf, dass es in vier Bundesländer in den vergangenen drei Jahren zu Ostern keinen tödlichen Unfall gab: In Wien, Tirol, Salzburg und Kärnten. In Niederösterreich und der Steiermark waren mit jeweils sieben Todesopfern die meisten Verkehrstoten zu beklagen. Die meisten Unfälle gab es in Niederösterreich (185) und Oberösterreich (183), die wenigsten im Burgenland mit 19.
Dass der April für viele der Auftakt der Motorradsaison ist, belegt leider auch die Unfallstatistik: Im Vorjahr kamen im April sechs Motorradfahrer ums Leben, im April 2007 sogar 16. "Gegenseitige Rücksichtsnahme, keine riskanten Überholmanöver und moderates Tempo verringern das Unfallrisiko", so VCÖ-Expertin Urbanek.
Hoher Anzahl an Verkehrstoten zu Ostern (Karfreitag bis Ostermontag) Ostern 2008: 8 Verkehrstote Ostern 2007: 7 Verkehrstote Ostern 2006: 6 Verkehrstote Ostern 2005: 10 Verkehrstote Ostern 2004: 17 Verkehrstote Ostern 2003: 15 Verkehrstote Summe: 63 Verkehrstote
Viele Verletzte zu Ostern Jahr 2008: 367 Jahr 2007: 506 Jahr 2006: 387 Jahr 2005: 403 Jahr 2004: 411 Jahr 2003: 564 Summe: 2.638 Verletzte
Zahlreiche schwere Unfälle zu Ostern Jahr 2008: 266 Jahr 2007: 378 Jahr 2006: 286 Jahr 2005: 286 Jahr 2004: 291 Jahr 2003: 409 Summe: 1.916 Unfälle mit Personenschaden
Quelle: Statistik Austria, VCÖ |