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Mehr empfehlenswerte Ostereier

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28.03.2009
Auswahl empfehlenswerter Farbeier steigt



Bio-Ostereier

Neben Farbeiern aus biologischer Landwirtschaft sind heuer erstmals auch konventionelle Ostereier erhältlich, die ohne gesundheitlich bedenkliche Zusatzstoffe gefärbt wurden. Dies gilt jedoch nur für einen kleinen Teil der konventionell produzierten Farbeier. Bei allen anderen wird weiterhin zum Rotfärben Erythrosin (E 127) verwendet. Das ist das Ergebnis der heurigen marktcheck.at Untersuchung von gefärbten Ostereiern.

 

Seit 2005 untersucht marktcheck.at Farbeier. Waren es im Vorjahr sämtliche Ostereier aus biologischer Landwirtschaft, die bei Ökologie und Tierschutz ein "Hervorragend" oder "Gut" erzielt haben, so sind heuer erstmals auch konventionelle Produkte dabei. "Diese Produkte können guten Gewissens ins Osternest gelegt werden", sagt die Greenpeace-Konsumentensprecherin und marktcheck.at Chefredakteurin Claudia Sprinz.

 

Ei mit Chemie-Cocktail

Alle anderen konventionellen Ostereier werden nach wie vor mit fragwürdigen Substanzen gefärbt. Zwar werden im Vergleich zum Vorjahr anstelle von vier bedenklichen Lebensmittelzusatzstoffen nur noch zwei eingesetzt, doch die problematischen Auswirkungen auf die Gesundheit werden dadurch nicht geringer: 

 

E 127 - Erythrosin

Der für die Farbe Rot eingesetzte Farbstoff Erythrosin kann die Nieren schädigen, Allergien auslösen und steht im Verdacht an der Ausbildung des hyperkinetischen Syndroms beteiligt zu sein. Neuere Studien konnten hormonelle Effekte nachweisen, die eine Förderung von Brustkrebs befürchten lassen.

 

E 104 - Chinolingelb

Der zum Gelbfärben eingesetzte Farbstoff Chinolingelb hat ähnliche Nebenwirkungen wie Erythrosin und ist in den USA für Lebensmittel verboten. Ab 2010 müssen in der EU Produkte mit diesem Farbstoff mit "kann Aktivität und Aufmerksamkeit von Kindern beeinträchtigen" gekennzeichnet sein.

 

Geringes Problembewusstsein 

Die Greenpeace Expertin kritisiert: "Vor allem die großen Handelsketten zeigen zu wenig Verantwortungsbewusstsein. Sämtliche ihrer konventionellen Eigenmarkenprodukte enthalten problematische Farbstoffe."

 

Gentechnik im Futtertrog

Obwohl die vorwiegende Mehrzahl der VerbraucherInnen Gentechnik im Essen ablehnt, nutzen manche Firmen eine Gesetzeslücke der Gentechnik-Kennzeichnung aus. Haben Kuh, Schwein oder Huhn Gentechn-Tierfutter gefressen, muss das auf Produkten wie Milch, Fleisch oder Eiern nicht gekennzeichnet sein. Die Anzahl der Produkte, deren Hennen Gentech-gefressen haben ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken. Nur noch 7 Produkte werden mit Gentech-Tierfutter hergestellt.   

 

Unnötiger Verpackungsmüll

Alle Bioprodukte erzielen bei den Inhaltsstoffen Bestnoten, doch bei der Verpackung schaut es bei manchen traurig aus. Anstelle die Eier im Karton anzubieten setzen manche Hersteller die ökologisch wesentlich ungünstigeren Kunststoffverpackungen ein. Als wäre das nicht schon genug gibt es ein Produkt, das zusätzlich zur Kunststoffverpackung eine Überverpackung aus Karton trägt. Eine Ressourcenverschwendung, die nur zusätzlichen Müll produziert und von keinem hohen ökologischen Bewusstsein zeugt.



Bio-Eier im Karton


Bio-Eier in Kunststoff


Bio-Eier in Kunststoff mit Kartonschleife

Eier aus der Region

Aus ökologischer Sicht sollte ein unverhältnismäßig hoher Transportaufwand vermieden werden. Beim Transport schneiden bis auf zwei der überprüfen Produkte alle mit "Gut" ab. Sie stammen aus Österreich oder aus Bundesländern der angrenzenden Nachbarländer.

 

Unnötige Beigaben 

Kakaobutter und Magermilchpulver sind wichtige Zutaten für Schokolade. Wie Greenpeace-Erhebungen in der Vergangenheit gezeigt haben, enthält die Mehrzahl der konventionell erzeugten Schokolade Kakaobutter aus nicht fairem Handel sowie Milchpulver, das von Kühen aus Massentierhaltung stammt und Gentech-Tierfutter gefressen hat. Solche Produkte schneiden bei Untersuchungen hinsichtlich Ökologie, Tierschutz und sozialen Aspekten nur "Ungenügend" ab.

Zwei Osterprodukte enthalten neben den Farbeiern auch Schokolade, was zu einer Verschlechterung des Gesamtergebnisses geführt hat, obwohl in einem Fall die Eier unbedenkliche Farbstoffe enthalten.

Einkaufstipps 

Den VerbraucherInnen empfiehlt Claudia Sprinz sich an der marktcheck.at Ostereierliste zu orientieren: "Bio-Ostereier im Karton schneiden bei Ökologie und Tierschutz am besten ab und sind uneingeschränkt zu empfehlen.

Bei konventionellen Produkten erkennt man problematische Farbstoffe

  • einerseits an den besonders grellen Farben und
  • andererseits, dass die Kürzel "E127" (Erythrosin) und/oder "E104" (Chinolingelb) im Kleingedruckten zu finden sind."




Mit E127 gefärbt


Mit natürlichen Farben gefärbt

Weitere Infos:

 

Quelle: Greenpeace

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