Home

>Neues bei Ernährung >Walschützer immer noch in Haft

Walschützer immer noch in Haft

Jetzt mitmachen!

Immer am neuesten Stand bleiben?
marktcheck.at Newsletter jetzt abonnieren!

8.07.2008
Untersuchungshaft der Walschützer verlängert



Die japanische Regierung jagt bereits seit Jahren unter dem Deckmantel wissenschaftlicher Forschungen Wale.


Junichi Sato und Toru Suzuki haben kürzlich einen Skandal aufgedeckt: Walfleisch wurde von Bord geschmuggelt und zu hohen Preisen illegal verkauft.


Anstelle der Täter wurden jedoch die unschuldigen Walschützer verhaftet.

Die beiden Greenpeace Walschützer werden weiterhin ohne Anklage in japanischer Untersuchungshaft festgehalten. Zuvor hatten die beiden den einen Skandal um illegales Walfleisch aufgedeckt. Anstelle der Täter wurden die beiden japanischen Greenpeace Mitarbeiter inhaftiert.

 

Die beiden Greenpeace-Mitarbeiter und Walschützer Junichi Sato und Toru Suzuki haben Mitte Mai den größten Skandal in der Geschichte des japanischen Walfangs aufgedeckt. Japanische Walfänger haben Walfleisch illegal von Board geschmuggelt und wollten es auf eigene Rechnung verkaufen. Am 20. Juni sind die beiden Walschützer nach einer Großrazzia im japanischen Greenpeace-Büro in Tokio festgenommen worden. Ihnen wird vorgeworfen, eine Kiste mit Walfleisch gestohlen zu haben. Greenpeace fordert die japanische Regierung auf, die beiden inhaftierten Greenpeace-Mitarbeiter sofort frei zu lassen und den Walfleisch-Skandal lückenlos aufzuklären. Am Ende der Seite findest du ein englischsprachiges Video zum Anschauen und ein englischsprachiges Dossier über die Hintergründe des Walfleischskandals zum Downloaden.

 

"Junichi und Toru haben der Polizei von Beginn an sämtliche Beweise und sich selbst als Zeugen zur Verfügung gestellt. Ein Skandal, dass sie so lange festgehalten werden, die Ermittlungen gegen den Schmugglerring aber inzwischen eingestellt wurden", sagt Gerd Leipold, Geschäftsführer von Greenpeace International. "Die japanischen Behörden müssen dringend ihre Ermittlungen gegen die Drahtzieher des Skandals wieder aufnehmen, die von der Walfang-Industrie und Teilen der Regierung gedeckt werden. Sie sollten nicht diejenigen verfolgen, die dieses Unrecht erst an die Öffentlichkeit gebracht haben."

 

Weltweit haben sich inzwischen und 190.000 Menschen mit einem E-Mail Protest an den japanischen Premierminister Yasuo Fukuda für die sofortige Freilassung der beiden Greenpeace-Mitarbeiter eingesetzt. In 30 Ländern rund um den Globus protestierten Greenpeace-AktivistInnen gegen die Inhaftierung der Japaner. Auch in Österreich haben Greenpeace AktivistInnen vor der japanischen Botschaft in Wien protestiert.

 

Mitte Mai hatten Greenpeace-Mitarbeiter der japanischen Staatsanwaltschaft einen Karton mit Walfleisch übergeben, den Mitglieder der Walfangflotte unterschlagen haben und illegal auf eigene Rechnung verkaufen wollten. Bis zu 93 solcher mit Walfleisch gefüllten Kisten wurden von Crew-Mitgliedern illegal von Bord gebracht. Der Marktwert des Walfleisches pro Karton liegt bei etwa 3.000 US-Dollar. Diese Praxis ist offenbar seit langem üblich und geschieht mit Wissen der Walfangfirma "Kyodo Senpaku", den verantwortlichen RegierungsvertreterInnen und dem Institut für Walforschung (ICR), das sich ausschließlich aus Steuergeldern finanziert.

 

Mehr zum Thema:

 

 

Bilder der weltweiten Proteste


View Larger Map

Quelle: Greenpeace

Download Dossier

whale-meat-scandal-dossier.pdf
Das Dossier „Stolen Japanese Whale Meat Scandal“ (englisch) zeigt die Hintergründe des japanischen Walfleischskandals. Du kannst es hier downloaden. Zum Betrachten benötigst du den Adobe Reader.
   5.3 M
© Greenpeace 2012[Impressum][Datenschutz]