Der Greenpeace Ratgeber marktcheck.at hat die für die Fußball-EM auf den Markt gebrachten Lebensmittel und Getränke überprüft. Ökologie, Tierschutz und sozialen Aspekte sind bei vielen dieser Produkte problematisch.
Von der Begeisterung für die Fußball-EM wollen auch Lebensmittel- und Getränkehersteller profitieren. Anlässlich der großen Sportveranstaltung haben sie spezielle Fußball-EM-Produkte auf den Markt gebracht. Der Greenpeace Online-Einkaufsratgeber marktcheck.at hat diese unter die Lupe genommen. Von den 35 untersuchten Produkten gibt es nur wenige, die guten Gewissens konsumiert werden können.
Bei der ökologischen Gesamtbewertung, die aus der Bewertung von Inhaltsstoffen, Gentechnik, Transport und Verpackung besteht, erzielt kein einziges ein "Hervorragend", nur drei sind "Gut":
- Ottakringer Helles inoffizielles Fanbier in der Mehrwegflasche
- Stiegl Goldbräu, Mehrwegflasche mit EM-Kronenkorken Gewinnspiel
- Toni's Freilandeier M mit Fußball T-Shirt-Gewinnspiel
Zwei Drittel der EM-Produkte bekommen von marktcheck.at die "Rote Karte".
Der Tierschutz wird nur bei Produkten bewertet, die tierische Inhaltsstoffe enthalten. Nur das Toni's Freilandeier-Produkt konnte bei Tierschutz ein "Hervorragend" erreichen, alle anderen schnitten nur "Ungenügend" ab. Noch trauriger ist das Ergebnis bei den sozialen Aspekten: Alle Produkte, deren Hauptbestandteile aus so genannten Entwicklungsländern stammen, erreichten ein "Ungenügend" bei sozialen Aspekten.
"Es ist verständlich, dass Lebensmittel- und Getränkehersteller die Fußball-EM dazu nutzen, um zusätzliche Umsätze zu erwirtschaften. Diese Profite dürfen aber nicht auf Kosten von Umwelt, Tierschutz und Menschen in südlichen Ländern gehen. Das entspricht nicht der Idee eines Fairplay, den sich Fußballfans von Fußballgroßveranstaltung grundsätzlich erwarten," kritisiert die Greenpeace Konsumentensprecherin Claudia Sprinz die betroffenen Hersteller. "Es kann nicht sein, dass die Firmen nur in innovative Werbe- und Marketingideen investieren und eine nachhaltige Weiterentwicklung ihrer Produkte auf der Strecke bleibt. Die Fußballfans haben ein Recht auf ökologische und faire Produkte aus artgerechter Tierhaltung."
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Quelle: Greenpeace |