Mit wenig Aufwand kannst du beim Kochen und Backen Energie und damit auch Geld sparen.
Kochen:
- Achte darauf, dass der Topf oder die Pfanne den gleichen Durchmesser haben wie die Herdplatte.
- Vermeide verbeulte Topf- und Pfannenböden.
- Koche im Dampfkochtopf.
- Reduziere beim Kochen rechtzeitig die Kochstufe. Zum Beispiel kannst du Wasser im Wasserkocher vorkochen oder wenn das Spaghetti-Wasser zu kochen beginnt von der höchsten Stufe Mittelstufe schalten. Wenn du dann erst die Nudeln ins Wasser tun, sparen sie nicht nur Energie, sondern die Nudeln kochen auch nicht über.
- Nutze die Restwärme. Schalte die Herdplatte schon ab, bevor das Gericht ganz gar ist.
- Wenn du die Wahl zwischen Kochen und Braten in der Backröhre hast, wähle Kochen. Eine Herdplatte verbraucht lediglich ein Fünftel der Energie der Backröhre.
Backen: Backöfen sind echte Energieverschwender. Sie brauchen fünfmal mehr Energie als zum Beispiel eine Herdplatte. Deshalb kannst du besonders viel Energie und Geld beim Backen sparen, wenn du folgende Ratschläge beachtest:
- In vielen Fällen kannst du auf das Vorheizen verzichten.
Bleche aus dem Ofen nehmen: Wer beim Backen zu viele Bleche in einem Ofen läßt, vergeudet unnötig Energie. Denn die Bleche müssen mit aufgeheizt werden, obwohl sie keinen Nutzen für das eigentliche Backen haben. - Manchmal genügt es auch, den Ofen nur geringfügig vorzuheizen. Benötigt ein Backgut eine Temperatur von beispielsweise 220 Grad, können Sie es auch in den Ofen schieben, wenn erst 150 Grad erreicht sind. Die Backzeit reduziert sich dann um ziemlich genau die Zeit, die der Ofen für das Aufheizen auf die 220 Grad gebraucht hätte. Wohlgemerkt ohne Auswirkungen auf das Endergebnis.
- Nutze die Nachwärme des Ofens. Schalte den Backofen zirka zehn Minuten vor dem Backende ab. Das geht ab einer Garzeit des Gerichtes von rund 40 Minuten.
- Wenn du einen Umluftbackofen besitzt, kannst du mehrere Gerichte gleichzeitg zubereiten, denn du kannst in solchen Öfen mehrere Ebenen gleichzeitig nützen.
- Bei jedem Öffnen des aufgeheizten Backofens gehen etwa 20 Prozent Wärme verloren, die wieder ausgeglichen werden müssen.
- Auch bei Pizza oder anderen Gerichte aus der Tiefkühltruhe kannst du dir die rund zehn Minuten Vorheizzeit problemlos sparen. Schiebe die Pizza gleich in den Ofen, stelle die empfohlene Temperatur 10 bis 20 Grad höher und addiere zur angegebenen Backzeit rund ein Viertel hinzu. Eine fertige Pizza erkennst du daran, daß der Käse gut zerlaufen ist und daß er beginnt braun zu werden.
Mikrowelle und Dampfgarer:
Mikrowellenherde sparen beim Erwärmen von Speisen rund 70% Energie. Aufgrund der eingesetzten hochfrequenten Strahlung stehen sie im Kreuzfeuer der Kritik:
- BefürworterInnen sehen die Geräte als wertvolle Zeit- und Energieersparnis, die bei sachgerechter Anwendung nicht gefährlicher sind als andere Küchengeräte.
- GegnerInnen sind davon überzeugt, dass diese hochfrequente Strahlung eine negative Auswirkung auf die sich im Umfeld aufhaltenden Menschen sowie die Lebensmittel hat.
Eine unbestrittene Tatsache ist, dass Mikrowellengeräte einen schlechten Wirkungsgrad haben und sich daher nur für das Erwärmen von kleineren Mengen eignen. Bei Mengen ab 2 Portionen ist der Stromverbrauch höher als beim Herd. Es kommt also auf den Anwendungsbereich an.
In den letzten Jahren immer mehr in Mode gekommen sind Dampfgargeräte. Das Zubereiten von Speisen im Wasserdampf ist nicht neu. Man unterscheidet das drucklose Verfahren (z. B. im Römertopf) bzw. das Garen der Speisen unter Druck (z. B. Druckkochtopf). Der neueste Schrei sind elektrische Dampfgargeräte, die mit besonders vitaminschonender Zubereitung und als Alternative zum Mikrowellenherd angepriesen werden, da die Speisen drucklos im Wasserdampf erwärmt werden. Es gibt sie als Kleingeräte, in der Größe von Mikrowellengeräten und als Einbaugerät in der Größe eines Backrohrs.
Aus ökologischer Sicht ist die Anschaffung zusätzlicher Geräte immer zu hinterfragen. Viele kaufen neue Geräte, weil es auch die NachbarInnen oder Bekannten haben, weil sie von den Versprechungen in der Werbung und in den Geschäften eingelullt sind und überlegen nicht ob sie es wirklich brauchen und nutzen werden. In vielen Haushalten stauben ungenützte Geräte vor sich her. Es wird nicht berücksichtigt, dass allein schon bei der Produktion enorm viel Energie verbraucht wird, sodass das Gerät während seiner Verweildauer im durchschnittlichen Haushalt gar so viel Energie sparen kann wie schon zur Produktion entstanden sind. Es ist also bei der Anschaffung neuer Geräte immer kritisch zu hinterfragen ob das Gerät wirklich benötigt wird und wie groß der Haushalt ist.
Wenn ohnehin ein neuer Herd bzw. ein neues Backrohr angeschafft werden muss ist folgendes zu beachten:
- Wähle ausschließlich ein möglichst Energie sparendes Modell (Energiesparklasse A oder besser).
- Vergleiche den Energieverbrauch der einzelnen Geräte. #
- Herde mit Glaskeramikfeld und Induktions-Feldern sind wesentlich sparsamer als jene mit Gusskochplatten.
- Möglicherweise ist für dich die Anschaffung eines Kombigerätes mit zusätzlichen Funktionen sinnvoll, weil durch die Kombination der Zubereitungsarten Energie gespart werden kann.
Für Single-Haushalte sind herkömmliches Backrohre oft überdimensioniert. Sie könnten durch ein Kombinationsgerät mit kleinerem Garraum ersetzt werden.
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Quelle: Greenpeace |