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Handeln

Verantwortung als KonsumentIn

GewerkschafterInnen in Kambodscha

Als bewusste/r KonsumentIn sollte man sich natürlich zunächst über Missstände in der Bekleidungsindustrie informieren, beispielsweise auf diesen Seiten.

Wenn man nun über die Vorgänge und Realitäten in der Textilbranche Bescheid weiß, stellt man sich als KonsumentIn natürlich die Frage: Wie kann ich diesen Machenschaften entgegen treten und welche Alternativen gibt es? Wo kann ich ökologisch und sozial fair produzierte Waren einkaufen?

 

Die Auswahl an 100%ig ökologisch und sozial fair produzierten Textilien in den gängigen Geschäften, in denen du normalerweise einkaufen ist minimal. Diese Aussage soll jedoch nicht zu der falschen Schlussfolgerung verleiten, dass man "ja eh nichts tun kann". Dem ist nicht so, denn es gibt zahlreiche alternative Einkaufsquellen.

 

Zunächst einmal ist die Basis für bewusstes Handeln, Bescheid zu wissen, informiert zu sein. Du als VerbraucherIn hast einen großen Einfluss auf das Marktgeschehen – du kannst mit deinen Einkäufen Politik betreiben: nachfragen, nachhaken, die Verantwortung der Vermarkter von Bekleidung hier in Westeuropa einklagen. Außerdem kannst du von den BekleidungshändlerInnen die Einhaltung ökologischer und sozialer Mindeststandards bei der Herstellung der von ihnen vermarkteten Kleidung einfordern. Nähere Informationen dazu findest du hier auf marktcheck.at.

Was du tun kannst

  • Achte beim Kauf auf Langlebigkeit der Textilien, den der Ressourcenverbrauch bei der Produktion ist enorm! Gerade bei saisonbezogener Mode sollte die Kleidung bis zum Ende der Gebrauchstauglichkeit getragen werden.
  • Bevorzuge bei Textilien, die du direkt auf der Haut trägst, unbehandelte Naturtextilien.
  • Bei Textilien aus Naturfasern auf ökologische Produktion achten.
  • Gesundheitsrelevante Aspekte von Kleidung berücksichtigen: Auf Textilien mit Spezialausrüstung verzichten. Diese Beschichtungen machen die Stoffe z.B. bügelfrei oder knitterarm und bestehen häufig aus formaldehydhaltigen Kunststoffen.
  • Wasche Kleidung immer vor dem ersten Tragen! Dadurch werden Farbüberschüsse ausgewaschen.
  • Ziehe die Möglichkeit in Betracht, Kleidung aus zweiter Hand zu beziehen. Alte Kleidung kann durch Weitergabe an Second-Hand-Läden einer weiteren Nutzung zugeführt werden.
  • Bevorzuge Textilien, die unter Einhaltung von sozialen Mindeststandards produziert wurden oder Produkte von alternativen Handelsorganisationen:
    • Unterstütze alternative Anbieter und jene Unternehmen, die Mitglieder bei Überprüfungsorganisationen sind
    • Beziehe Ethiktests in die Kaufentscheidung mit ein
  • Äußere den Wunsch nach fairer Kleidung im Geschäft und stelle dort kritische Fragen.

  • Beachte schon beim Kauf eines Kleidungsstücks ob und wie es zu waschen ist.

 

Quelle: Clean Clothes, Greenpeace, "die umweltberatung"

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