628 Millionen Euro an Spritkosten können sich Österreichs AutofahrerInnen pro Jahr allein durch einen spritsparenden Fahrstil sparen, wie eine aktuelle VCÖ-Untersuchung zeigt. Der VCÖ betont, dass mit Spritsparend fahren in Summe 1,53 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr vermieden werden können. Der VCÖ fordert, dass so genanntes Eco-Driving fixer Bestandteil der Fahrausbildung wird.
"Im Durchschnitt kann sich jede/r AutofahrerIn durch den Fahrstil rund 150 Euro pro Jahr an Spritkosten sparen. Das sind immerhin drei bis vier Tankfüllungen", macht VCÖ-Experte DI Martin Blum aufmerksam. Eine aktuelle VCÖ-Untersuchung zeigt, dass Österreichs AutofahrerInnen durch so genanntes "Eco-Driving" in Summe ihre Spritkosten um 628 Millionen Euro verringern können. Die Fahrten von Autofahrern aus dem Ausland sind in diesem Betrag nicht inkludiert, ebenso wenig die Fahrten von österreichischen AutofahrerInnen im Ausland. "Wer auch im Urlaub spritsparend unterwegs ist, entlastet sein Urlaubsbudget", so VCÖ-Experte Blum.
Eco-Driving schont nicht nur die eigene Geldbörse, sondern auch die Umwelt. Der VCÖ betont, dass die CO2-Emissionen des heimischen Pkw-Verkehrs dadurch um 1,53 Millionen Tonnen pro Jahr verringert werden können. Der VCÖ fordert Anreize für spritsparendes Fahren. Zudem soll so wie in Schweden Eco-Driving fixer Bestandteil der Fahrausbildung werden.
Der VCÖ hat für Autofahrer Tipps zum Spritsparen zusammengestellt. "Rasch in den nächsten Gang schalten, niedrigtourig und vorausschauend fahren. Gerade in der Stadt kann viel Sprit gespart werden, etwa wenn man vom Gas steigt, wenn in Sichtweite die Ampel rot ist. Auch die Klimaanlage ist ein großer Spritfresser. Oft reicht es, statt die Klimaanlage einzuschalten einfach das Fenster zu öffnen", betont VCÖ-Experte Blum.
Das größte Einsparungspotenzial gibt es beim Autokauf. Der VCÖ empfiehlt, beim Kauf unbedingt auf den Verbrauch zu achten. "Es gilt die Faustregel, je schwerer das Fahrzeug, umso mehr Treibstoff braucht es und umso umweltschädlicher ist es", erklärt VCÖ-Experte Blum. Informationen zur Umweltbilanz von Pkw gibt es in der Auto-Umweltliste, die beim VCÖ erhältlich ist. Weiterer Tipp des VCÖ: Fahrgemeinschaften bilden und kurze Strecken mit dem Fahrrad statt mit dem Auto fahren. "Immerhin ist jede zehnte Autofahrt kürzer als ein Kilometer", weist VCÖ-Experte Blum auf das Potenzial hin.
10 Tipps zum spritfahrenden Fahren:
- Der VCÖ empfiehlt, bereits beim Autokauf auf den Spritverbrauch achten. Zum Beispiel erspart ein Verbrauch von 6 statt 7 Liter pro 100 km bei einer Fahrleistung von 15.000 Kilometern 165 Euro!
- Niedrigtourig fahren verringert den Verbrauch. Je höher die Drehzahl, um so mehr Sprit frisst der Motor.
- Mit hohem Gang fahren: Im Stadtverkehr spätestens bei 2000 Umdrehungen / min in den nächsten Gang schalten.
- Vorausschauend fahren: Anfahren und beschleunigen verbrauchen viel Sprit.
- Reifen mit geringem Rollwiderstand: Der VCÖ empfiehlt Reifen, die den Ansprüchen des "Blauen Engels" entsprechen (Liste siehe: www.umweltbundesamt.de ). Hoher Reifendruck verringert ebenfalls den Spritverbrauch.
- Hohes Tempo vermeiden: Wer 150 statt 130 km/h fährt, verbraucht um 2 Liter pro 100 km mehr Sprit, Tempo 100 statt 130 spart 2 Liter pro 100 km.
- Stromfresser ausschalten: Eine Klimaanlage erhöht den Verbrauch im Stadtverkehr um bis zu 1,8 Liter pro 100 Kilometer.
- Kurzstrecken vermeiden: Ein Mittelklassewagen verbraucht direkt nach dem Start 30 bis 40 Liter Sprit / 100 km, nach einem Kilometer 20 Liter/100 km. Erst nach vier Kilometer hat der Motor den optimalen Verbrauch.
- In Österreich ist jede 2. Autofahrt kürzer als vier Kilometer. Der VCÖ empfiehlt: Kurze Strecken mit dem Rad fahren!
- Wenn möglich Öffentlichen Verkehr benutzen. Für PendlerInnen gibt es stark ermäßigte Monats- und Jahreskarten.
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Quelle: VCÖ |