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Geländewagen-Boom

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19.04.2007
Erstmals mehr als 200.000 „Spritfresser“ in Österreich

Österreich erlebt einen Geländewagenboom, wie eine aktuelle VCÖ-Untersuchung zeigt. Bereits jedes zehnte neu gekaufte Auto ist ein SUV bzw. Geländewagen. Der VCÖ weist darauf hin, dass sich die Zahl der Neuzulassungen seit dem Jahr 2001 mehr als verdoppelt hat. Heute gibt es bereits mehr als 200.000 Geländewagen in Österreich! Der VCÖ betont, dass Geländewagen mehr Treibhausgas-Emissionen verursachen und für Fußgänger, und hier vor allem für Kinder, das Unfallrisiko erhöhen. Der VCÖ fordert eine Ökologisierung der Kfz-Steuern.

 

Eine aktuelle VCÖ-Untersuchung auf Basis der Daten der Statistik Austria und von EurotaxGlass´s zeigt, dass in Österreich bereits mehr als 200.000 Geländewägen bzw. SUV gemeldet sind. Die Neuzulassungen haben sich seit dem Jahr 2001 von 13.958 auf 28.904 im Vorjahr mehr als verdoppelt. Fast jedes zehnte neu gekaufte Auto ist in Österreich bereits ein SUV bzw. Geländewagen, so die VCÖ-Untersuchung.

 

"Der Ärger über steigende Spritpreise dürfte beim Autokauf verfliegen. Immer mehr Österreicher kaufen einen SUV bzw. Geländewagen und entscheiden sich damit für einen Spritfresser. Das erhöht die Spritkosten und schadet der Umwelt. Und für die Verkehrssicherheit der Kinder ist der Geländewagenboom negativ", stellt VCÖ-Experte DI Martin Blum fest.

 

Im Durchschnitt verbrauchen Geländewagen um ein Drittel mehr Benzin bzw. um die Hälfte mehr Diesel. Bei einer Fahrleistung von 15.000 Kilometer pro Jahr verursacht ein SUV im Durchschnitt um 800 bis 1.100 Kilogramm mehr CO2, macht der VCÖ aufmerksam. Der VCÖ fordert eine Ökologisierung der Kfz-Steuern. "Spritfresser verursachen mehr Treibhausgase und verschmutzen die Luft mit mehr gesundheitsschädlichen Schadstoffen, wie Stickoxiden und Feinstaub. Höhere Steuern für Spritfresser sind mehr als gerechtfertigt", betont VCÖ-Experte Blum. Der VCÖ hält auch eine Staffelung der Parkgebühren nach Größe und Schadstoffausstoß für sinnvoll.

 

Auch für die Verkehrssicherheit der Kinder ist der Geländewagenboom negativ, warnt der VCÖ. Werden bei Unfällen Kinder von einem SUV angefahren, dann werden sie meist in Brust- oder Kopfhöhe getroffen. Schwerste Verletzungen sind die Folge. Zudem stellen Geländewägen durch ihre Höhe eine Gefahr dar. Wenn Geländewägen vor einem Zebrastreifen parken, wird den Autofahrern die Sicht auf Kinder verstellt, die die Straßen überqueren möchten. Der VCÖ fordert, dass das Halte- und Parkverbot vor Schutzwegen von derzeit fünf auf zehn Meter ausgedehnt wird.

 

Geländewagenboom in Österreich: Anzahl Neulassungen von SUV und Geländewagen
Jahr 2006: 28.904  (plus 107 Prozent seit 2001)
Jahr 2005: 25.317 
Jahr 2004: 21.065
Jahr 2003: 19.767
Jahr 2002: 15.828
Jahr 2001: 13.958
Quelle: EurotaxGlass´s, VCÖ 2007


Geländewagenboom in Österreich hält an (Anzahl Geländewagen in Österreich)
31. März 2007: 200.700*
31.12.2006: 196.700
31.12.2005: 181.100
31.12.2004: 167.200
31.12.2003: 155.400
31.12.2002: 143.200
31.12.2001: 136.100
31.12.2000: 117.100
31.12.1999: 108.200
* Berechnung VCÖ auf Basis Zulassungsstatistiken

 

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Quelle: VCÖ

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