Urwälder sind die wenigen noch verbliebenen naturbelassenen Waldgebiete der Erde, die sich in Tausenden von Jahren entwickelt und bis heute erhalten haben. Es gibt dort keine Straßen, Siedlungen oder Pipelines, keinen kommerziellen Holzeinschlag oder Abbau von Bodenschätzen.
Zwei Drittel aller an Land lebenden Pflanzen- und Tierarten, sowie Millionen von Menschen haben ihre Heimat in den letzten großen Urwäldern der Erde. Diese Wälder sind auf dem gesamten Globus in Gefahr. Wenn die Waldvernichtungsrate der 1990er Jahre weiter anhält, werden wir Mitte des 21. Jahrhunderts die Hälfte der dort lebenden Arten unwiederbringlich verloren haben.
Bedrohung
- Vierzig Prozent der noch auffindbaren Urwälder Afrikas sind zum Einschlag freigegeben.
- In Nordamerika wurden mindestens 12,3 Millionen Hektar Urwald allein zwischen 1990 und 2000 abgeholzt.
- Fast alle Länder Europas haben ihre sämtlichen Urwälder verloren.
- In Sibirien könnten in den nächsten Jahren Waldlandschaften in kompletten Vegetationszonen verschwinden.
- In Chile sind die wenigen verbliebenen, temperierten Regenwälder in großer Gefahr. Fünfzehn Prozent des Amazonas sind bereits zerstört.
- Vierzig Prozent der 1950 in Indonesien existierenden Wälder wurden bis 2000 abgeholzt.
Ungefähr 80 Prozent der einstmals existierenden Urwälder sind verschwunden. Das alles wissen wir. Und wir können es nicht ändern.
Als bewusste KonsumentInnen können wir viel dazu beitragen die restlichen Urwälder für zukünftige Generationen zu schützen!
Mehr Informationen über die letzten Urwälder auf greenpeace.at:
- Europa
- Sibirien
- Zentralafrika
- Südost-Asien
- Nordamerika
- Chile
- Amazonas
- Argentinien
Quelle: Greenpeace |