Ein Moratorium der Internationalen Walfangkommission (IWC) aus dem Jahr 1986 verbietet die kommerzielle Waljagd, erlaubt aber Walfang für die Wissenschaft. Island ist unter Vorbehalten der IWC beigetreten und sieht sich daher - wie auch Norwegen - nicht an das Walfangverbot gebunden.
Im 20. Jahrhundert wurden rund 2,7 Millionen Wale erlegt. Heutzutage sind die Tiere zusätzlich zum Walfang weit größeren Bedrohungen ausgesetzt: Die zunehmende Verschmutzung und Überfischung der Meere.
Island begründet seinen Walfang damit, die wachsenden Zwergwal-Populationen im Nordatlantik bedrohen zunehmend die Fischbestände. Unter ExpertInnen gilt allerdings eine ganz andere Spezies als tatverdächtig: Der Mensch, der die Weltmeere in industriellem Maßstab überfischt.
Die EU-Kommission forderte Island bereits letzte Woche auf, die geplante Wiederaufnahme des kommerziellen Walfangs zu überdenken. Wale seien Teil des biologischen Gleichgewichts der Meere. Durch die Jagd auf die Meeressäuger wird das Gleichgewicht empfindlich gestört.
Greenpeace fordert auch die EU-Regierungen auf, beim morgigen Umweltminister-Rat gemeinsam gegen den Isländischen Walfang aufzutreten.
Quelle: Greenpeace |