Home

>Neues bei Unterwegs >Islands Waljagd

Islands Waljagd

Jetzt mitmachen!

Immer am neuesten Stand bleiben?
marktcheck.at Newsletter jetzt abonnieren!

23.10.2006
Island: Die Waljagd hat begonnen


Am Sonntag, dem 22. Oktober, hat das Sterben der Wale wieder begonnen: In Island ist der erste getötete Finnwal angelandet worden, in einer alten Walfangstation, etwa 1,5 Autostunden von Reykjavik entfernt.

 

Kaum hatte Fischereiminister Gudfinnsson Mitte Oktober die Rückkehr Islands zum kommerziellen Walfang angekündigt, setzten die IsländerInnen ihr Vorhaben in die Tat um.

 

Greenpeace verurteilt den kommerziellen Walfang auf das Schärfste. Das Töten von bedrohten Walarten macht weder ökonomisch noch wissenschaftlich Sinn:

 

In Island gibt es - ebenso wie in den beiden anderen Walfangländern Norwegen und Japan - kaum Nachfrage für Walfleisch. Finnwale stehen auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten des Weltnaturschutzdachverbandes IUCN. Sie sind ebenfalls durch das Washingtoner Artenschutzabkommen geschützt, das den internationalen Handel mit Finnwal-Produkten verbietet.

 

Der isländische Walfang treibt somit gefährdete Arten weiter in die Ausrottung und läuft allen internationalen Schutzbemühungen zuwider.

 


Ein Moratorium der Internationalen Walfangkommission (IWC) aus dem Jahr 1986 verbietet die kommerzielle Waljagd, erlaubt aber Walfang für die Wissenschaft. Island ist unter Vorbehalten der IWC beigetreten und sieht sich daher - wie auch Norwegen - nicht an das Walfangverbot gebunden.

 

Im 20. Jahrhundert wurden rund 2,7 Millionen Wale erlegt. Heutzutage sind die Tiere zusätzlich zum Walfang weit größeren Bedrohungen ausgesetzt: Die zunehmende Verschmutzung und Überfischung der Meere.

 

Island begründet seinen Walfang damit, die wachsenden Zwergwal-Populationen im Nordatlantik bedrohen zunehmend die Fischbestände. Unter ExpertInnen gilt allerdings eine ganz andere Spezies als tatverdächtig: Der Mensch, der die Weltmeere in industriellem Maßstab überfischt.

 

Die EU-Kommission forderte Island bereits letzte Woche auf, die geplante Wiederaufnahme des kommerziellen Walfangs zu überdenken. Wale seien Teil des biologischen Gleichgewichts der Meere. Durch die Jagd auf die Meeressäuger wird das Gleichgewicht empfindlich gestört.

 

Greenpeace fordert auch die EU-Regierungen auf, beim morgigen Umweltminister-Rat gemeinsam gegen den Isländischen Walfang aufzutreten.

 

Quelle: Greenpeace 

© Greenpeace 2013[Impressum][Datenschutz]

Schnellsuche:



Username:

Passwort:


Urlaub in Island? Nicht während der Walfang-Zeit!

 

Seit Island wieder Wale fängt, haben über 60.000 Menschen Greenpeace zugesichert, eine Ökoreisen nach Island unternehmen zu wollen. Aber erst, wenn Island keine Wale mehr tötet...

 

Hilf mit, Island zu überzeugen, dass lebende Wale wertvoller sind, als getötete. Sende eine Email an Islands Regierung und Tourismus-Verantwortliche (englisch).