Auch in Österreich wurde gentechnisch verunreinigter Reis gefunden. Greenpeace ist erfreut, dass das Gesundheitsministerium diese aus den Regalen verbannen will.
"Greenpeace begrüßt die Ankündigung von Gesundheitsministerin Rauch-Kallat, gentechnisch verunreinigte Reisprodukte aus den Regalen zu verbannen" so Greenpeace-Gentechniksprecher Steffen Nichtenberger. Greenpeace hatte vor knapp zwei Wochen ein verdächtiges Reisprodukt aus China an das zuständige Gesundheitsministerium übergeben.
Jetzt hat sich herausgestellt, dass diese am Wiener Naschmarkt eingekauften Reisnudeln tatsächlich gentechnisch verunreinigt waren. Laut Gesundheitsministerium wurden drei Proben von Reis und Reisprodukten aus den USA und China positiv auf gentechnische Verunreinigung getestet.
"Ministerin Rauch-Kallat handelt richtig, wenn sie den Gentech-Reis jetzt aus dem Verkehr zieht. In Zukunft müssen alle Reisprodukte aus den USA und China einer lückenlosen Kontrolle auf Gentech-Verunreinigung unterzogen werden", fordert Nichtenberger. Auch die Namen der positiv getesteten Produkte, deren Chargennummern und Fundorte nun vom Gesundheitsministerium veröffentlicht werdenmüssten, damit die KonsumentInnen erkennen könnten, ob von ihnen bereits erworbene Produkte betroffen sind. "Bis alle Tests in Österreich abgeschlossen sind, müssen sämtliche US-Langkornreis und chinesische Reisprodukte aus den Regalen genommen werden", so Nichtenberger.
Der Skandal rund um den Gentech-Reis weitet sich indessen in Europa aus, die Kontrollmaßnahmen der EU gehen offenbar ins Leere. "In Deutschland hat Greenpeace bereits zum dritten Mal ein gentechnisch verunreinigtes Reisprodukt gefunden, nun ist auch Österreich von illegalem Gentech-Reis betroffen. Einmal mehr zeigt sich, dass der Gentech-Industrie der Schutz der KonsumentInnen vollkommen egal ist", so Nichtenberger abschließend.
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Quelle: Greenpeace |