Europaweit ist Unilever, der Mutterkonzern von Iglo, die Nummer 1 wenn es um Tiefkühlkost geht. Stolz wird verkündet man würde jährlich genug Fischstäbchen produzieren um damit einmal den Äquator zu umrunden. Was dabei aber verschwiegen wird, ist dass bis zu einem Drittel ihrer Kabeljau-Fischstäbchen gestohlen sein können illegal gefischt in der Ostsee und der Barentssee. Bereits im Februar hat Greenpeace darauf aufmerksam gemacht. Geändert hat sich bislang nichts.
Würdest du Auto kaufen von dem 1/3 der Teile gestohlen sind? Kürzlich hat Unilever Iglo an den Finanzinvestor Permira verkauft. Der Verkauf wird aber erst Ende dieses Jahres endgültig vollzogen. Iglo verspricht ständig öffentlich, dass all ihr Fisch aus nachhaltigen Quellen stammt. Das Unternehmen hat jedoch ein ernstes Problem mit illegalem Kabeljau in seinen Produkten. Die Dänische Firma Espersen ist einer ihrer wichtigsten Lieferanten für Kabeljau. Sie bezieht ihren Kabeljau direkt und indirekt aus der Ostsee und indirekt aus der Barentssee. Iglo kann sich jedoch nicht hinter seinem Lieferanten verstecken und muss Verantwortung für seine Produkte übernehmen.
Iglo kann also zur Zeit nicht garantieren, dass die Iglo-Kabeljauprodukte in deinem Supermarkt nicht aus illegaler Piratenfischerei stammen!
Bevor der Verkauf von Iglo an Permira finalisiert wird, muss Unilever seinen Versprechungen gerecht werden. Unilever muss öffentlich bekannt geben was das Unternehmen unternimmt, damit Iglo-Produkte frei von illegalem Kabeljau sind und Permira kein Unternehmen kauft, das illegalen Fisch rein wäscht.
Was ist das Problem an Kabeljau? WissenschaftlerInnen fordern eine drastische Reduktion der Kabeljau-Quoten und sogar eine vollständige Einstellung der Kabeljau-Fischerei in östlichen Ostsee ab 2007.
Es ist katastrophal genug, dass die offizielle Quote für Ostsee-Kabeljau 49.000t beträgt. Mehr als dreimal so viel wie von Wissenschaftler für 2006 empfohlen. Eine riesige Menge von diesem Kabeljau landet über europäische Häfen auf europäischen Tellern. Auch in Iglo-Fischprodukten. Wenn es so weitergeht, wird es bald keinen Kabeljau mehr auf unserem Speisezettel geben. Weitere Informationen dazu kannst du hier nachlesen.
Hilf bitte mit Iglo zu überzeugen und sende jetzt ein Protest E-Mail!
Warum wenden wir uns an Iglo und nicht an die Regierungen? Iglo ist einer der weltgrößten Verbraucher von Kabeljau und hat die Macht die Produktkette und damit auch die Fischereiunternehmen zu beeinflussen. Der Iglo-Mutterkonzern Unilever hat sich bislang öffentlich zu keinen Schritten verpflichtet, um sicherzustellen, dass sein Produkte frei von Piratenfischprodukten sind. Anders seine Mitbewerber: Sie haben bereits Schritte bekannt gegeben, die sie in dieser Angelegenheit setzen.
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Quelle: Greenpeace |