Radfahren bringt als Wirtschaftsfaktor einen Umsatz von 235 Millionen Euro pro Jahr! Im Vorjahr wurden 443.000 Fahrräder in Österreich verkauft. Dies hat eine VCÖ-Studie zum Radfahren ergeben.
Das Radfahren hat sich in Österreich zu einem relevanten Wirtschaftsfaktor entwickelt, wie eine aktuelle VCÖ-Studie zeigt. Im Vorjahr wurde in Österreich durch den Verkauf von Fahrrädern, Zubehör und Service ein Umsatz von 235 Millionen Euro erzielt. Es wurden um 135.800 mehr neue Fahrräder als neue Pkw gekauft. 68 Prozent von Österreichs Haushalte besitzen mindestens ein Fahrrad. Der VCÖ begrüßt den vorliegenden Entwurf zum Masterplan Radverkehr von Umweltminister Pröll, in dem die stärkere Förderung des Radfahrens festgelegt ist.
Seit dem Jahr 2000 wurden in Österreich rund 2,7 Millionen Fahrräder verkauft. "Im Durchschnitt werden in Österreich jeden Tag 1.440 Fahrräder gekauft. Es ist ein Trend zum Radfahren erkennbar. Nicht nur in der Freizeit, sondern angesichts steigender Spritpreise auch im Alltag", stellt DI Wolfgang Rauh vom VCÖ-Forschungsinstitut zur veröffentlichten VCÖ-Studie "Radfahren Trends und Potenziale" fest.
Die VCÖ-Studie zeigt, dass im Vorjahr durch den Verkauf an Fahrrädern, Zubehör, Kleidung und Service ein Umsatz von 235 Millionen Euro erzielt wurde. Rund 4.000 Arbeitsplätze werden dadurch gesichert. Nicht eingerechnet ist dabei der Fahrradtourismus. Insgesamt wurden im Vorjahr 443.714 Fahrräder in Österreich verkauft. "Damit wurden um rund 135.800 mehr neue Fahrräder gekauft als neue Pkw", verdeutlicht VCÖ-Experte Rauh.
Die VCÖ-Studie zeigt, dass 68 Prozent der Haushalte in Österreich mindestens ein Fahrrad besitzt. "Spitzenreiter ist hier Vorarlberg mit 82 Prozent Fahrrad-Haushalten, Schlusslicht ist Wien mit nur 50 Prozent Fahrrad-Haushalten. In Vorarlberg wird im Alltag vier Mal so viel Radgefahren wie in Wien", weist VCÖ-Experte Rauh auf die regionalen Unterschiede hin.
Der VCÖ begrüßt den vorliegenden Entwurf zum Masterplan Radverkehr von Umweltminister Josef Pröll. "Der Masterplan zeigt, dass mehr Radverkehr in vieler Hinsicht positiv ist: Weniger Abgase bedeuten eine bessere Luftqualität. Weniger Staus machen den Wirtschaftsstandort attraktiver. Und mehr Radfahren im Alltag ist auch gesund. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt gegen Bewegungsmangel und Herz-Kreislauferkrankungen täglich eine halbe Stunde Radfahren", betont VCÖ-Experte Rauh. Der VCÖ fordert, dass die im Masterplan genannten Maßnahmen zur Förderung des Radfahrens rasch umgesetzt werden.
Die VCÖ-Publikation "Radfahren Potenziale und Trends", ist in der Schriftenreihe "Mobilität mit Zukunft" erschienen und über den VCÖ zu beziehen.
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Quelle: VCÖ |