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Schwedisches Kraftwerk knapp an Kernschmelze vorbei

3.08.2006
Alle schwedischen Reaktoren sowie die finnischen AKW gleichen Typs müssen umgehend abgeschaltet werden.

Gefahr durch Atomenergie

Nach dem schweren Reaktorunfall im schwedischen Atomkraftwerk Forsmark fordert die Umweltorganisation Greenpeace heute die Schließung aller schwedischen und finnischen AKW gleichen Typs. Der Reaktor in Forsmark ist ein Siedewasserreaktor, in Finnland stehen zwei weitere Reaktoren dieser Art. Ursache der Störung waren 1993 eingebaute Komponenten des Herstellers AEG. Heute wurden vier der zehn schwedischen AKW abgeschaltet.

Nach Aussagen des früheren Direktors des AKW sei es "pures Glück gewesen, dass es nicht zu einer Kernschmelze gekommen ist." Wäre die Energieversorgung des Reaktors ausgefallen, hätte eine Katastrophe passieren können. Die Temperatur wäre nach 30 Minuten bereits zu hoch gewesen, in zwei Stunden hätte die Kernschmelze eingetreten können.

"Der Vorfall in Forsmark ist bloß ein weiteres Beispiel für das Vorgehen der Atomindustrie. Hier wird mit dem Leben von tausenden, wenn nicht gar Millionen Menschen Roulette gespielt", kritisiert Jan Vande Putte von Greenpeace International. Es wurde bewiesen, dass ein einfacher Stromausfall, welcher durch die aktuelle Hitzewelle an der Tagesordnung ist, sehr leicht zu einer katastrophalen Kernschmelze führen kann, ein deutliches Zeichen der grundlegenden Gefahren dieser Technologie. Daher ist ein weltweiter, endgültiger  Ausstieg aus der Atomenergie dringend notwendig. Nur eine Kombination sicherer, erneuerbarer Energiequellen und effizienter Energiesparmaßnahmen kann die Probleme der Energiegesellschaft umwelt- und gesundheitsverträglich lösen.

 

Was du tun kannst:

Auch in Österreich können KonsumentInnen mitbestimmen ob weiterhin in Atomkraft oder in erneuerbare Energie investiert wird: Über den Stromeinkauf für deine Wohnung oder dein Haus kannst du dich für "sauberen" Strom entscheiden, z. B. Ökostrom

 

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Quelle: Greenpeace

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