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Atom-Renaissance verhindern

24.07.2006
Greenpeace und Global 2000 protes­tieren gegen Euratom-Aufstockung

Atomkraftwerk

Die Umwelt­organi­sationen Greenpeace und Global 2000 pro­tes­tieren derzeit vor dem Bundes­kanzler­amt in Wien unter dem Motto "Nein zu Euratom. Keine Steuergelder für AKWs" gegen eine drohende Aufstockung der Euratom-Gelder.

 

"Noch Ende Mai haben Österreich und einigen andere Staaten eine derartige Aufstockung verhindert, nun soll aber offenbar rasch eine Entscheidung forciert werden", kritisiert Greenpeace-Energieexperte Jurrien Westerhof. Silva Herrmann, Energiereferentin von Global 2000, zeigt sich entrüstet: "Mit Klimaschutz hat dies gar nichts zu tun. Wenn die Bundesregierung es wirklich ernst meint mit der Parole ‚Kein Geld für neue Atomreaktoren’, dann muss Forschungsministerin Gehrer die Euratom-Aufstockung unbedingt verhindern".

 

Zuletzt hatte Großbritannien angekündigt, neue Atomkraftwerke bauen zu wollen. Nun droht im Rahmen der finnischen EU-Präsidentschaft eine Aufstockung der Euratom-Kredite, welche heute beim Sonder-Wettbewerbsrat beschlossen werden soll.

 

Westerhof: "Besonders gefährlich ist, dass die Atomtechnologie unter dem Deckmantel des Klimaschutzes ausgebaut werden soll." Unter den Tisch werde dabei fallen gelassen, dass Atomenergie weltweit nicht einmal 3 Prozent der Gesamt­energie­produktion ausmacht. Selbst eine Verzehnfachung der derzeit 440 AKWs würde den Klimawandel nicht beenden können.

 

Dazu sei es notwendig, die CO2-Emissionen um 60-80 Prozent zu reduzieren. "Es ist naiv, davon auszugehen, dass die Atomenergie hier einen signifikanten Beitrag liefern kann. Die Aufstockung der Euratom-Kredite wäre ein weiterer Kniefall vor der Atomindustrie auf Kosten der Steuer­zahler­Innen", schließt Herrmann.

 

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Quelle: Greenpeace, Global 2000

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