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Quecksilberbelastung in Fisch

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25.07.2006
Grenzwert bei Schwertfisch um mehr als das Fünffache überschritten


Eine Greenpeace-Unter­suchung von 11 Fisch­pro­dukten auf Queck­silber­rückstände ergab eine schwere Queck­silber­be­lastung bei einem Merkur-Schwert­fisch­produkt. Das beauftragte Austrian Research Center Seibersdorf wies 5,3 mg Quecksilber pro Kilo­gramm Fisch nach. Der EU-Grenzwert liegt bei 1 mg/kg. Greenpeace Meeres­expertin Nina Thüllen: "Damit wird der ohnehin schon hohe Grenzwert um mehr als das Fünffache überschritten. Eine 70 kg schwere erwachsene Person dürfte demnach von diesem Fisch in der Woche höchstens 21 g essen, ein Kleinkind mit 10 kg gar nur 3 g. Das entspricht den von der WHO empfohlenen maximal duldbaren Mengen."

 

Quecksilberrückstände in Fischen sind ein altbe­kan­ntes Problem. Je fettreicher der Fisch, je höher in der Nahrungskette angesiedelt und je älter er ist, desto stärker ist die Anreicherung mit Quecksilber be­ziehungs­weise Methylquecksilber. Sowohl die öster­reichische Agentur für Ernährungssicherheit (AGES) als auch die Europäische Agentur für Lebens­mittel­sicherheit (EFSA) empfehlen daher schwangeren und stillenden Frauen, wie auch Kleinkindern "zur Verminderung dieses potentiellen Gesundheitsrisikos" weniger kontaminierte Fischarten. Insbesondere Blauflossentunfisch, Weißer Tunfisch, Schwertfisch, Hai, Hecht und Merlin sollen gemieden werden. Auch das EPA, das Umweltbundesamt der USA und die ‚Food and Drug Administration’ (FDA) raten zum Verzicht beziehungsweise eingeschränktem Konsum.

 

"Arten wie Hai, Schwertfisch und die meisten Tun­fisch­arten sollten ohnehin nicht verkauft werden. Ihre Bestände sind stark bedroht, manche bereits sogar um bis zu 90% reduziert. Die Belastung mit Quecksilber sollte nun wohl endgültig Anlass genug sein, diese Arten aus Österreichs Supermärkten zu entfernen.", so Thüllen abschließend.

 

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Quelle: Greenpeace

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