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Konferenz Zivilgesellschaft mit großem Erfolg

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22.05.2006
Lösungsansätze für Versäumnisse von PolitikerInnen und Wirtschaftsbossen


Am 6. und 7. Mai 2006 fand die erste "Konfe­renz Zivilgesellschaft" statt. Rund 200 Teil­nehmerInnen aus allen NGO*-Bereichen traten in Dialog mit Teil­neh­mer­Innen aus Gewerk­schaften, Unternehmen, Politik und Interessens­verbänden.

 
In 10 Workshops wurden Analysen vertieft und Visionen formuliert. Breite Übereinstimmung bestand darin, dass das herrschende Politik- und Wirt­schafts­system nicht zukunftsfähig ist, weil es die Kluft zwischen Arm und Reich - sowohl global als auch in Europa -vergrößert und zugleich die ökologischen Lebensgrundlagen zerstört.

 
Ebenfalls geteilt wurde die Einschätzung, das sich organisierte Wirtschaftsinteressen und die politischen Parteien zunehmend als rat- und auch mutlos gegenüber den globalen Herausforderungen erweisen. Die TeilnehmerInnen verstanden sich sowohl als hinterfragende und widersprechende Kraft als auch als ein Kompetenzzentrum, um grund­legende, ganzheitliche Systemfragen zu stellen und paradigmatisch neue Antworten anzubieten.

 

Gefordert sind soziale -und ökologische Gerechtig­keit und ein Mehr an direkter demokratischer Mitbestimmung. Vision ist es, eine Welt ohne Armut unter Wahrung der Menschenrechte, des kulturellen und natürlichen Erbes zu schaffen. Diskutiert wurden die Fragestellungen: Wachstum, Lebensqualität, Glück und Lebensstil, zukunftsfähige Stadtplanung, Paradigmenwechsel und die Verantwortung der Einzelnen.

 
Die zur Umsetzung dieser Visionen vorgeschlagen Sofort-Maßnahmen reichen von der Einführung eines Grundeinkommens und der unverzüglichen Reali­sierung der Energiewende über eine dreistufigen Volksgesetzgebung bis zur umfassende Besteuerung der Finanzströmen und der Schließung der Steuer­oasen. Auch eine Stärkung der regionalen Wirt­schafts­kreisläufe (Lokalmärkte vor Globalmärkten) zur Unterstützung von Klein- und Mittelbetrieben sowie die Einführung des ökologische Fußabdruckes als essentielle Messgröße bei Konsum, Beschaffung und Lebensstilen.

 

Mehr:

*Nicht-Regierungsorganisationen

 

Quelle: Greenpeace

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