Am 6. und 7. Mai 2006 fand die erste "Konferenz Zivilgesellschaft" statt. Rund 200 TeilnehmerInnen aus allen NGO*-Bereichen traten in Dialog mit TeilnehmerInnen aus Gewerkschaften, Unternehmen, Politik und Interessensverbänden.
In 10 Workshops wurden Analysen vertieft und Visionen formuliert. Breite Übereinstimmung bestand darin, dass das herrschende Politik- und Wirtschaftssystem nicht zukunftsfähig ist, weil es die Kluft zwischen Arm und Reich - sowohl global als auch in Europa -vergrößert und zugleich die ökologischen Lebensgrundlagen zerstört.
Ebenfalls geteilt wurde die Einschätzung, das sich organisierte Wirtschaftsinteressen und die politischen Parteien zunehmend als rat- und auch mutlos gegenüber den globalen Herausforderungen erweisen. Die TeilnehmerInnen verstanden sich sowohl als hinterfragende und widersprechende Kraft als auch als ein Kompetenzzentrum, um grundlegende, ganzheitliche Systemfragen zu stellen und paradigmatisch neue Antworten anzubieten.
Gefordert sind soziale -und ökologische Gerechtigkeit und ein Mehr an direkter demokratischer Mitbestimmung. Vision ist es, eine Welt ohne Armut unter Wahrung der Menschenrechte, des kulturellen und natürlichen Erbes zu schaffen. Diskutiert wurden die Fragestellungen: Wachstum, Lebensqualität, Glück und Lebensstil, zukunftsfähige Stadtplanung, Paradigmenwechsel und die Verantwortung der Einzelnen.
Die zur Umsetzung dieser Visionen vorgeschlagen Sofort-Maßnahmen reichen von der Einführung eines Grundeinkommens und der unverzüglichen Realisierung der Energiewende über eine dreistufigen Volksgesetzgebung bis zur umfassende Besteuerung der Finanzströmen und der Schließung der Steueroasen. Auch eine Stärkung der regionalen Wirtschaftskreisläufe (Lokalmärkte vor Globalmärkten) zur Unterstützung von Klein- und Mittelbetrieben sowie die Einführung des ökologische Fußabdruckes als essentielle Messgröße bei Konsum, Beschaffung und Lebensstilen.
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*Nicht-Regierungsorganisationen
Quelle: Greenpeace |