Österreichs AutofahrerInnen tankten im Durchschnitt 1.250 Liter Sprit im Vorjahr, wie eine VCÖ-Untersuchung zeigt. Der VCÖ rechnet, dass bis zum Sommer die Spritpreise um 10 bis 15 Cent pro Liter steigen werden. Der VCÖ betont, dass durch spritsparendes Fahren trotz steigender Preise die Spritkosten verringert werden können. Der VCÖ hat jetzt aktualisierte Tipps zum Spritsparen veröffentlicht. Der VCÖ fordert spritsparendes Fahren als Teil der Fahrausbildung sowie auf EU-Ebene verbindliche Grenzen für den Flottenverbrauch neuer Pkw.
Österreichs Autos sind durstig. Das Durchschnittsauto braucht täglich rund 3,5 Liter Sprit, wie eine VCÖ-Untersuchung zeigt. Im Durchschnitt tankte eine AutofahrerIn im Vorjahr 1.250 Liter Sprit. "Bei derzeitigen Kosten von 1,1 Euro pro Liter Normalbenzin sind das 1.375 Euro pro Jahr an Spritkosten bzw. 114 Euro pro Monat. Es ist damit zu rechnen, dass bis Sommer die Spritpreise um 10 bis 15 Cent pro Liter steigen werden. Die monatlichen Spritkosten werden für AutofahrerInnen im Juni um durchschnittlich 10 bis 15 Euro höher sein", betont DI Wolfgang Rauh vom VCÖ-Forschungsinstitut.
Der VCÖ rät Autofahrern zur Selbsthilfe. "Durch einen spritsparenden Fahrstil können trotz steigender Treibstoffpreise die Spritkosten deutlich gesenkt werden. Fahrschulen empfehlen niedrigtourig fahren, rasch in den nächsten Gang schalten und vorausschauend fahren. Gerade in der Stadt kann viel Sprit gespart werden, beispielsweise wenn man vom Gas geht, wenn in Sichtweite die Ampel rot ist", führt VCÖ-Experte Rauh weiter aus. Der VCÖ fordert, dass spritsparendes Fahren fixer Bestandteil der Fahrausbildung wird.
Zudem rät der VCÖ, beim Autokauf auf den Spritverbrauch zu achten. "Ein Liter pro 100 Kilometer weniger Verbrauch, macht bei 15.000 Kilometer im Jahr 150 Liter oder bei heutigen Spritpreisen 165 Euro aus. Allein damit kann ich die prognostizierte Preiserhöhung wettmachen", betont VCÖ-Experte Rauh. Der VCÖ fordert, dass Österreich seine EU-Präsidentschaft nützt, um strengere Richtlinien für den Verbrauch neuer Pkw zu erreichen. "Technisch ist es möglich, dass drei oder vier Liter Autos die Regel und nicht wie derzeit die Ausnahme sind. Wird der Durchschnittsverbrauch der Autoflotte von derzeit sieben auf fünf Liter pro 100 Kilometer gesenkt, dann ersparen sich Österreichs AutofahrerInnen 1,3 Milliarden Euro im Jahr! Die fehlenden politischen Vorgaben, kosten den AutofahrerInnen Unmengen an Geld", stellt VCÖ-Experte Rauh fest.
Der VCÖ empfiehlt zudem kurze Autostrecken mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zurückzulegen. "Jede zweite Autofahrt ist kürzer als vier Kilometer", so VCÖ-Experte Rauh.
VCÖ-Tipps zum Spritsparen
Quelle: VCÖ |