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Piratenfischerei

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Beutezüge außer Kontrolle



Eines von vier Meerestieren auf den Tellern wird illegal gefangen


Bewaffnet und maskiert, so durchkämmen sie die Ozeane und rauben Küstenbewohnern die Nahrung: Fisch-Piraten. Sie agieren weltweit und wo Kontrollen die Ausnahme sind, wildern sie am liebsten: in entlegenen Gebieten wie dem Südpolarmeer oder dem Südpazifik, auf hoher See und in Küstenbereichen von Ländern, die nicht in der Lage sind, Überwachungsfahrten zu finanzieren.

 

Sie fahren unter der Flagge von Ländern, die sich weder um Fischereiabkommen, noch um Fangquoten kümmern oder fahren ganz ohne Flagge. Sie rauben den heimischen Fischergemeinden dringend benötigte Nahrung und Einkommen und verwüsten die betroffenen Meeresgebiete. Greenpeace hat den Begriff für dieses Phänomen geprägt: Piratenfischerei.

 

Die Fischerei-Mafia stellt eine milliardenschwere Realität für arme Länder dar, die sich am wenigsten gegen diesen Raub wehren können. Wie in Westafrika: Nach Angaben der Vereinten Nationen verliert Somalia jährlich 300 Millionen US-Dollar an die Piratenfischer, Guinea 100 Millionen US-Dollar. Weltweit entstehen in Summe jährlich 4 Milliarden US-Dollar Verluste durch die Piratenfischerei für die ärmsten Länder der Welt. Die Welt­er­nährungs­organisation FAO schätzt, dass in einigen Fischereien die illegalen Fischer über 30 Prozent der gesamten Fangmenge abschöpfen. Es ist viel zu einfach, Piratenfischer zu werden und das Risiko, dabei erwischt zu werden, ist gering.

 

Greenpeace hat inzwischen etliche Fallstudien über Schiffe veröffentlicht, die als Piratenfischer agieren. Greenpeace ist seit Jahren weltweit auf den Meeren und in Häfen unterwegs, um Piratenfischer aufzuspüren.

 

Mehr zur Piratenfischerei auf greenpeace.at

 

Quelle: Greenpeace

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