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Wale und Delfine sollen besser geschützt werden

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26.11.2005
Vertragsstaaten der Bonner Konvention senden starkes Signal fuer besseren Schutz


Im Rahmen der 8. Vertragstaatenkonferenz der Bonner Konvention zum Schutz wandernder Tierarten (engl. Convention of Migratory species, CMS), die gestern, am 25. November in Nairobi, Kenia, zu Ende ging, erhielt der Gemeine Delfin durch die Aufnahme in Anhang I der Konvention den höchstmöglichen Schutzstatus unter diesem UN-Abkommen.

 

"Wir sind sehr erfreut ueber diese Entscheidung. Sie ist ein Signal für alle Mittelmeer-Anrainerstaaten, dringende Massnahmen umzusetzen, um ein Verschwinden der Gemeinen Delfine in dieser Region zu verhindern", erläutert Nicolas Entrup von der internationalen Wal- und Delfinschutzorganisation WDCS, die zu Beginn der Konferenz den Partnerschaftsstatus der Bonner Konvention erhalten hatte. "Wir hoffen nun auf die schnelle Umsetzung eines Schutzmassnahmenplans, der bereits im vergangenen Jahr von Mitgliedern des regionalen Schutzabkommen fuer Wale und Delfine im Mittelmeer und Schwarzen Meer (ACCOBAMS) willkommen geheissen worden war. Leider ist in dieser dringenden Angelegenheit bisher nichts geschehen”, fuegt Entrup hinzu.  

 

Der Gemeine Delfin im Mittelmeer gilt als stark gefaehrdet. Im Ionischen Meer nur noch selten anzutreffen, ist diese Delfinart in der Adria bereits gaenzlich verschwunden. Im westlichen Teil des Mittelmeeres verursacht der fortwährende illegale Einsatz von Treibnetzen jährlich den Tod Hunderter Gemeiner Delfine. 

 

In drei weiteren Beschlüssen wurden ambitionierte Schritte zur Verringerung der durch Menschen verursachten Bedrohungen für Wale und Delfine festgelegt. Dazu zählt die internationale Koordination von Massnahmen zur Minimierung von Beifang, akustischer Meeresverschmutzung, von Schiffskollisionen, sowie die Intensivierung von Forschungsaktivitäten ueber die Folgen klimatischer Veränderungen auf wandernde Tierarten.

 

"Diesen Entschluessen müssen nun auch Taten folgen”, mahnt Nicolas Entrup im Hinblick auf eine sehr kontroverse Diskussion über das zukünftige Budget des Abkommens. "Wir erwarten, dass erste Schritte zur Umsetzung von Schutzmaßnahmen umgehend eingeleitet werden. Aber die Staaten müssen erkennen, dass es Tier- und Artenschutz nicht zum Nulltarif gibt” ergänzt der Sprecher der WDCS bezugnehmend auf das Ziel der Vereinten Nationen, das weltweite Artensterben bis 2010 drastisch zu reduzieren.

 

Mehr Informationen:

 

Quelle: WDCS

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