Verlockend bunt, köstlich im Geschmack und reich an Vitaminen sind die kleinen Früchte, die im Herbst am Wegesrand zum Ernten einladen. Wann der richtige Zeitpunkt für die Ernte ist und wie die Früchte gelagert und verarbeitet werden, zeigt "die umweltberatung" in der Broschüre "Wildobst".
Spaziergänge durch die bunte Herbstlandschaft erfrischen nicht nur die Seele, sondern verwöhnen auch den Gaumen. Am Wegesrand laden kleine, gehaltvolle Früchte zum Naschen und Ernten ein. Derzeit sind zum Beispiel die Kornelkirschen, im Volksmund "Dirndln" genannt, und die Früchte des Sanddorns reif.
Väterchen Frost macht Früchte reif "Einige Wildobstsorten werden erst nach ein paar Frostnächten richtig süß und weich", erklärt Umweltberaterin DI Ingrid Tributsch. Dazu gehören zum Beispiel die Hagebutten, aus denen sich Likör, Marmelade und köstliche Nachspeisen zaubern lassen. Auch die Schlehen brauchen den Frost, sie eignen sich sowohl für die Zubereitung von Mus und Likör als auch zum Einlegen in Salzlake als Olivenersatz. Die sauren Berberitzen werden durch das Frieren süßer, sie schmecken als Marmelade und Saft herrlich und verfeinern nach Tradition der asiatischen Küche den Reis.
Naschen ist gesund Das Naschen von den Wildobststräuchern bringt nicht nur Gaumenfreuden, sondern auch einen kräftigen Vitaminstoß. Insbesondere Vitamin C ist in vielen Früchten enthalten, zum Beispiel in Berberitze, Vogelbeere, Kornelkirsche, Sanddorn, Schlehe und Weißdorn. "Besonders hoch ist der Vitamin C-Gehalt bei den Hagebutten: 1 dag dieser Früchte deckt bereits den Tagesbedarf an Vitamin C", sagt Ingrid Tributsch.
Broschüre "Wildobst": 34 Seiten, farbige Abbildungen, Beschreibungen der Pflanzen, ihrer Ernte und Verarbeitung, mit vielen Rezepten. Bestellung um € 4,20 plus Versandkosten bei der umweltberatung.
Die "umweltberatung" hat einige Wildobst-Rezepte aus der Broschüre zusammengestellt.
Quelle: umweltberatung |