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Herbst ist Kompostzeit
Gut für den Garten, gut für die Umwelt


Herbstbeginn bedeutet große Laubmengen in den Gärten: ein guter Grund, mit einer fachge­rechten Kompostierung zu beginnen.

 

Die Verwendung von Kompost im Garten hat viele Vorteile: bessere Wasserspeicherung und Belüftung des Bodens, gesundes Bodenleben, widerstands­fähigere Pflanzen, natürliche Düngewirkung, Vermeidung von Torfprodukten u.v.m. Ein neues Infoblatt von "die umweltberatung" bietet wertvolle Hinweise für die Kompostbereitung im Garten und anlässlich des Herbstbeginns auch spezielle Tipps für die Verarbeitung von Laub.

 

Bioabfall ist die einzige Abfallart, die nach dem "Recycling" - der Kompostierung - hochwertiger als das Ausgangsprodukt ist. Sowohl ökologisch als auch ökonomisch "rechnet" sich diese Art der Abfall­wertung, die überdies kein großes Know-how erfordert und im eigenen Garten leicht zu bewerk­stelligen ist. Damit die Kompostierung wirklich gelingt, sind einige einfache Grundregeln zu beachten. Unter dem Motto "von der Natur abgeschaut" hat "die umweltberatung" die wichtigsten Informationen über die Kompostierung im Hausgarten zusammengestellt.

 

Von der Frage "Was gehört auf den Kompost?", Tipps zur richtigen Vorsammlung in der Küche bis zum Kompostbehälter und zu den Arbeitsschritten bei der Kompostierung, wird auch die Anwendung von Kompost im Garten erläutert. Für typische Probleme, die bei der Kompostierung auftauchen können, werden Lösungen angeboten. Ein eigener Abschnitt widmet sich jahreszeitlichen Anforderungen: Wann ist die beste Zeit zum Umsetzen des Komposts? Was tun mit Rasenschnitt im Sommer oder großen Laubmengen im Herbst?

 

Der Kompost-Tipp für den Herbst

Laub verrottet dann gut, wenn es gemeinsam mit dem letzten Rasenschnitt kompostiert wird. Schwer verrottbare Laubsorten wie z.B. Eichenlaub können zusätzlich mit dem Rasenmäher zerfasert werden, die Mikroorganismen können so besser "anbeißen". Und dazu noch ein Gartentipp für Faule: Kleinere Mengen Laub können auf Rasenflächen einfach über den Winter liegen bleiben. Der größte Teil des Laubs wird bereits über den Winter abgebaut und ist so "Futter" für das Bodenleben. Im Frühjahr sind nur mehr einige Reste zu entfernen. 

 

"Die vielen positiven Wirkungen der Kompostierung werden noch immer unterschätzt", meint Umwelt­beraterin Johanna Leutgöb. "Die Sammlung von Papier und Altglas ist in Wien ja fast selbst­ver­ständlich, aber Bioabfälle? Dabei stiftet die Ver­wer­tung einen großen Nutzen und ist auch ein Beitrag zum Umwelt- u. Klimaschutz." Sie fordert alle Personen, die selbst keine Möglichkeit haben zu kompostieren auf, Bioabfälle getrennt zu sammeln und in die Biotonne zu geben. Aus Bioabfällen, die in der Biotonne gesammelt werden, wird Qualitäts­kompost hergestellt, der in der Landwirtschaft und im Landschaftsgartenbau eingesetzt wird und in Haus­halts­mengen bei vielen Mistplätzen in Wien kostenlos erhältlich ist.

Download: Infoblatt "Selbst kompostieren"

kompostieren-infobl-garten.pdf   281 K

Quelle: die umweltberatung

© Greenpeace