Über die letzten zehn Jahre wurde die Landwirtschaft Argentiniens von Gentech-Soja dominiert. Begonnen hat alles mitder der gentechnisch veränderten "Roundup Ready"-Sojabohne, entwickelt vom US-amerikanischen Agrochemie-Konzern Monsanto. Über 99 Prozent der argentinischen Soja sind genmanipuliert. Nach den USA ist Argentinien eines der größten Gentech-Soja produzierenden Länder. Der renommierte US-Agrarwissenschaftler Dr. Charles Benbrook hat die ökologischen und sozialen Folgen in einer Studie von 2005 untersucht.
Angetrieben wird die Zunahme des Sojaanbaus von der globalen Nutzvieh-Industrie. Die überwältigende Mehrheit der Sojabohnen (über 80 %) ist für die Tierfütterung bestimmt. Sojaschrot versorgt Rinder, Schweine und Geflügel mit Proteinen auch in Europa. Ein Großteil des in die Europäische Union (EU) importierten Sojaschrots stammt aus Argentinien. Besorgniserregend sind die folgende Punkte:
- Weitere Waldrodung und die Vernichtung der Artenvielfalt aufgrund der geplanten Steigerung der Sojabohnenproduktion.
- Erhöhter Gebrauch von Pestiziden und neu entstehende Resistenzen von Wildpflanzen gegen Pflanzenvernichtungsmittel (Herbizide).
- Nährstoffarme Erde und die Zunahme von Schädlingen und Pflanzenkrankheiten.
- Verminderte Nahrungssicherheit: Die Sojabohnen sind zu 91 Prozent für den Export bestimmt, nicht als Nahrung für die Armen.
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Quelle: Greenpeace |