Greenpeace hatte am 27. Juni veröffentlicht, dass das Produkt "Oilily" von Oilily den EU-weit verbotenen Stoff BBP enthält, der das Kind im Mutterleib schädigen und möglicherweise die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen kann. Daraufhin kommentierte die Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH (AGES) in einer eigenen Presseaussendung am 28. Juni, dass keine Gefahr für die Verbraucher bestünde. Greenpeace reagierte noch am selben Tag und nimmt an dieser Stelle dazu öffentlich Stellung.
"In Oilily waren 150 mg/kg BBP enthalten. Das ist eine Menge, die auf einen absichtlichen Einsatz, und nicht auf eine irrtümliche Verunreinigung hinweist", widerspricht Greenpeace-Chemiker Herwig Schuster der AGES. "Bei diesem Produkt mit behördlichen Maßnahmen auf September zu warten, ist ein Angriff auf die Gesundheit unserer Kinder", so Schuster.
BBP ist in der EU seit April verboten. In Österreich wurde diese Verordnung jedoch zu spät umgesetzt und der Stoff wird erst im September in Österreich verboten sein. Dies bietet der Parfümindustrie die Chance, ihre giftigen Produkte in Österreich noch bis dahin an Kinder zu verkaufen. Greenpeace fordert daher, dass AGES und Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat wegen Gefahr im Verzug sofort handeln.
Quelle: Greenpeace |