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To fly or not to fly?

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24.06.2005
Mit dem Flugzeug in den Urlaub


Flugreisen sind ein heikles Kapitel. Einerseits möchte kaum noch jemand in den westlichen Industrieländern auf die Möglichkeit verzichten, auch weiter entfernte Gebiete zu besuchen und kennen zu lernen. Andererseits sollte es uns bewusst sein, dass gerade Flugzeuge eine erhebliche Menge von Schadstoffen (CO2, Stickoxide und verschiedene Partikel) produzieren, die erheblich zum Klimawandel beitragen.

 

Aktuelle Schätzungen davon aus, dass der Flugverkehr heute ca. 10 % zur globalen Erwärmung beiträgt! (Quelle u.a. Report of the Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC))

 

Davon abgesehen bedeutet mehr Flugverkehr auch immer mehr Lärm, eine starke gesundheitliche Belastung für viele Menschen. Die BewohnerInnen in den Einzugsgebieten der Flughäfen haben selbst in demokratischen westlichen Staaten wie Österreich nur wenige Möglichkeiten, sich vor diesem Lärm wirksam zu schützen – umso weniger in Staaten, in denen die demokratischen Spielregeln kaum gelten und/oder die Armut und die soziale Unterschiede groß sind.

 

Die Mitglieder des forum anders reisen sind sich bewusst, dass Flugreisen in erheblichem Maße zu den Umweltbelastungen einer Reise beitragen. Einige Mitglieder des forums verzichten daher auf Flugangebote. Aber ein gänzlicher Verzicht auf das Angebot von Fernreisen, die stark nachgefragt werden, ist keine Option. Innerhalb des forums haben sich die Mitglieder daher auf folgenden Kompromiss geeinigt: Urlaubslänge und Entfernung müssen in einem vertretbaren Verhältnis stehen.

Es werden keine Flüge in Zielgebiete unter einer Entfernung von 700 km angeboten.
Bei Flügen über 700 km bis 2.000 km werden muss die Aufenthaltsdauer mindestens 8 Tage betragen.
Bei Flugreisen über 2.000 km muss der Aufenthalt mindestens 15 Tage betragen.

 

Derzeit sind die sogenannten "Bunker Fuels", also Treibstoffe für Flugzeuge und Schiffe, nicht vom Kyoto-Reduktionsziel erfasst. Greenpeace fordert, dass in der zweiten Phase vom Kyoto-Abkommen, ab 2012, auch Flug- und Schiffsverkehr ihre Treibhausgasemissionen reduzieren müssen. Denn es kann nicht sein, dass in dem Sektor, wo die Emissionen am rasantesten steigen, nichts getan werden muss!

 

Atmosfair – Ausgleich für´s Fliegen

Über diese allgemeinen Empfehlungen geht die Initiative "atmosfair" noch hinaus: atmosfair ist eine gemeinsame Initiative des forum anders reisen und der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch, die in Deutschland bereits recht bekannt ist und auch vom deutschen Umweltministerium unterstützt wird.

Das Prinzip, dem atmosfair folgt, ist das gleiche wie beim Emissionshandel:

Nicht jede/r kann oder will auf einen Flug verzichten – auch wenn er/sie weiß, dass diese Art des Reisens das Klima stärker belastet als jedes andere Transportmittel.

Menschen, denen die Folgen ihres Fliegens nicht egal sind, können mit Hilfe des Emissionsrechners, der auf der atmosfair-Website zu finden ist, feststellen, wie viel "Klimagase" Ihre Reise verursacht. Dafür zahlen atmosfair-Kunden einen freiwilligen finanziellen Beitrag, der Klimaschutzprogrammen v.a. in Ländern des Südens zu Gute kommt, z.B. dem Bau von Solaranlagen.

Im Prinzip soll damit die Menge klimaschädlicher Gase an anderer Stelle vermieden werden, die eine vergleichbare Klimawirkung haben wie die Emissionen aus dem Flugzeug.

Zwar lässt sich der Schaden, der für die Umwelt durch einen Flug entsteht, nicht ungeschehen machen, aber immerhin wird ein gewisser Ausgleich geschaffen – derzeit, wie gesagt, auf freiwilliger Basis.

Auf www.atmosfair.de sind aber auch viele Tipps zu finden, wie Flüge vermieden werden können.

 

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Quelle: respect und Greenpeace

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