Home

>Neues bei Ernährung >Maresi wird mit Gentech-Tierfutter hergestellt

Maresi wird mit Gentech-Tierfutter hergestellt

Jetzt mitmachen!

Immer am neuesten Stand bleiben?
marktcheck.at Newsletter jetzt abonnieren!

15.06.2005
Tonnenweise Gentech-Soja auf dem Menüplan der Maresi-Kühe


Greenpeace sammelt Unterschriften gegen Gentech-Tierfutter

 

Bei der Herstellung der Kaffeemilch "Maresi" wird gentechnisch verändertes Tierfutter eingesetzt. Eine zwei Meter große Maresi-Flasche sowie mehrere "Maresi-Mägde" informierten gestern vormittag auf dem Linzer Taubenmarkt über Gentechnik in Lebensmitteln. Sie fordern die Menschen auf, gegen den Einsatz von Gentechnik im Tierfutter zu unterschreiben. "Die schlechte Nachricht zum Frühstück ist der Einsatz von Gentech-Soja bei Maresi", so Steffen Nichtenberger, Gentechnik-Sprecher von Greenpeace. "Eine gute Nachricht wäre, wenn Maresi auf Gentech-Futter verzichtet."

 

Bereits im Mai 2004 wurde Greenpeace vom Maresi-Mutterkonzern Vivatis schriftlich zugesichert, bis März 2005 einen Plan zur Umstellung auf Fütterung ohne Gentech-Soja zu erarbeiten. Bis heute liegt Greenpeace nichts Entsprechendes vor. "Molkereien wie NÖM oder die Kärntnermilch beweisen, dass Milchkuh-Fütterung ohne Gentech-Soja möglich ist", so Nichtenberger. "Jetzt ist die Vivatis am Zug. Maresi muss auf Gentechnik verzichten!"

 

Maresi ist mit 53 Prozent Marktanteil die Nummer Eins unter Österreichs Kaffeemilchprodukten und hat eine Bekanntheit von 98 Prozent. Maresi produziert neben Kaffeemilch ("Maresi" und "Leichte Muh") auch Eiskaffees und Kinderprodukte wie Siggi’s Cacao Milk und Vanilla Milk. Mehr Infos zu Maresi Produkten findest du in der marktcheck.at Produktdatenbank. Die Milch dafür kommt von der Ennstal Milch.

 

Der gesamte Vivatis-Konzern verarbeitet jährlich fast 43.000 Tonnen österreichische Milch und erwirtschaftet einen Umsatz von etwa 500 Millionen Euro. Greenpeace schätzt, dass im Milchbereich von Vivatis rund 1.000 Tonnen gentech-hältige Soja verfüttert werden.

 

Tierische Lebensmittel, bei deren Erzeugung Gentech-Futter verwendet wurde, müssen noch immer nicht gekennzeichnet werden. Die Menschen in Österreich haben keine Möglichkeit Fleisch, Milch oder Eier aus Gentech-Fütterung zu erkennen und zu vermeiden.

 

Greenpeace sammelt deshalb Unterschriften für eine strenge Gentechnik-Kennzeichung. EU-weit sollen eine Million Unterschriften gesammelt werden, sie werden im Frühjahr 2006 an die EU-Kommission übergeben. "Stärke auch du die Forderung einer strengen Gentechnik-Kennzeichnung", so Nichtenberger. "Wo Gentechnik drin ist, muss das auch drauf stehen – auch beim Tierfutter, auch bei Maresi".

 

Zur Unterschriftenliste für eine strengere Kennzeichnung.

 

Mehr Informationen:

Greenpeace startet Kampagne gegen Gentechnik im Tierfutter
Infos zur Gentechnik

 

Quelle: Greenpeace

© Greenpeace 2013[Impressum][Datenschutz]

Schnellsuche:



Username:

Passwort: