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So weit die Räder rollen...
Unkontrollierter Warentransport auf Kosten der Umwelt



Im Handel scheinen Jahreszeiten keine Rolle mehr zu spielen. Rund ums Jahr werden nahezu immer die gleichen Obst- und Gemüsesorten angeboten. Aus fernen Ländern herangekarrtes Obst und Gemüse buhlt mit den Produkten der österreichischer BäuerInnen im (Preis)Kampf um die Gunst der KonsumentInnen. Wie kann es sein, dass Knoblauch aus China, Birnen aus Argentinien oder Kartoffeln aus Tunesien mit heimischen Produkten preislich konkurrieren können?

 

Es sieht so aus, dass durch eine ungebremste, subventionierte Transportlawine Produkte aus aller Welt zu unverhältnismäßig niedrigen Preisen ins Land gekarrt werden. VerbraucherInnen werden über die wahren Kosten dieser Beschäftigungspolitik für das Transportgewerbe im Dunklen gelassen.

 

Wie kann man bei solchen Lebensmitteln davon ausgehen, dass bei der Produktion auf Qualität geachtet wurde? Wie viel Pestizide werden eingesetzt, um bei solchen Preisen noch einen halbwegs gewinnbringenden Ertrag zu erhalten? Unter welchen Umständen und zu welchen Löhnen müssen die Angestellten arbeiten? Die Hauptfrage ist jedoch: Wenn der Transport so günstig ist, welche Kosten werden den KonsumentInnen verschwiegen?

 

Werden beispielsweise Weintrauben aus Südafrika, die derzeit in vielen Supermärkten erhältlich sind, nach Österreich transportiert, dann hat das fatale Auswirkungen: Der Transport von Trauben zu dieser Jahreszeit verursacht im Vergleich zu einem Transport mit der Bahn zur Weintraubenzeit innerhalb Österreichs einen tausende Mal höheren Schadstoff-Ausstoß!

 

Ökologisch orientierte KonsumentInnen verzichten auf überlange Transportwege und schonen die Umwelt:

 

Regional, biologisch und saisonale einkaufen

Regionale, biologisch angebaute Saisonprodukte haben nicht nur den Vorteil, dass die Produkte frisch sind, sondern sie haben auch eine "sauberere Weste".

 

Unverarbeitete Produkte kaufen

Der Vorteil von unverarbeiteten Produkten liegt auf der Hand: Man sieht, was man isst und man hat eine bessere Kontrolle über die eigene Ernährung. Verarbeitete Produkte sind zwar bequem, jeder zusätzliche Verarbeitungsschritt erhöht aber den Transportaufwand. Weite Transportwege verschlechtern die Luftqualität, erhöhen die Lärmbelastung und schaden letztendlich sowohl dem Geschmack als auch unserer Gesundheit. Das Obst und Gemüse wird unreif geerntet, damit es nicht schon auf dem Weg ins Supermarktregal vergammelt. Verloren gehen dabei Geschmack und wichtige Nährstoffe.

 

Auf das Herkunftsland der Lebensmittel achten

Wer auf das Herkunftsland achtet, kann den Produktionsweg besser nachvollziehen. Je weiter der Weg, desto mehr Energie muss aufgewendet werden, um Lebensmittel auf unsere Teller zu bringen. Per Bahn wäre der Transport weit weniger Umwelt belastend, doch ist die Bahn kein weit verbreitetes Gütertransportmittel. LKW verbrauchen für dieselbe Transportleistung viermal mehr Energie als die Bahn. Dabei stoßen sie 12mal mehr Krebs erzeugende Russpartikel und 5,4mal mehr klimaschädliche Treibhausgase aus. Aber vor allem der Transport mit dem Flugzeug, zum Beispiel für frisches Obst aus Übersee, hat eine besonders schlechte Ökobilanz, wie am Beispiel der Weintrauben gezeigt wurde.

 

Die Top 20 mit dem größten Öko-Rucksack

Wir suchen die Top 20 Produkte mit dem unnötigsten Transportaufwand. Sende uns deine Favoriten! Sie werden demnächst hier auf marktcheck.at veröffentlicht.

 

Mehr Informationen:

Die lange Reise südafrikanischer Trauben

Regional, saisonal Einkaufen

Woher kommen die Produkte?

Greenpeace Verkehrskampagne

 

Quelle: Greenpeace

Äpfel 

Heimisches Obst der Saison [mehr...]



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