1996 wurde eine Initiative für ein Fisch-Ökosiegel gegründet, der "Marine Stewardship Council" (MSC) .
Greenpeace begrüßt zwar die Initiative, allerdings ist Kritik am MSC-Siegel in seiner jetzigen Form angebracht:
- Das Siegel wird sogar für Fisch aus bereits überfischten Beständen vergeben, wenn nur ein "Erholungsprogramm" für den betreffenden Fischbestand existiert.
- Und: Das Vorsorgeprinzip muss der Kerngedanke einer ökologischen Fischerei sein. In den MSC-Kriterien ist der Vorsorgeansatz aber so schwach formuliert, dass er selbst hinter internationalen Vereinbarungen zurückfällt.
- Außerdem sollte keine Zertifizierung von Produkten aus Fischereien erfolgen, bei denen bedrohte Arten gefangen werden. Im Falle der vom MSC zertifizierten Fischerei auf Neuseeland-Hoki werden aber pro Jahr rund 1.000 Pelzrobben sowie bedrohte Albatross-Arten getötet, die bereits auf der IUCN-Liste der bedrohten Arten stehen.
Greenpeace hofft, dass der MSC die Zertifizierungskriterien ändert, damit die Verbraucher sicher sein können, dass MSC-zertifizierte Produkte nicht aus zerstörerischen Fischereien stammen.
In Österreich sind derzeit folgende MSC-Produkte erhältlich: Neuseeland-Hoki, Alaska-Wildlachs (Sockeye, Keta), Alaska-Seelachs und Seehecht.
Quelle: Greenpeace |