Vor einigen Jahren war das massenhafte Töten von Delfinen beim Tunfischfang ein Thema und "delfinfreundlich" gefangener Tunfisch wurde entsprechend als Alternative beworben.
Doch oft ist dieses Label reine Werbestrategie. Denn noch immer wird mit der Methode der "Ringwadenfischerei" im tropischen Ostpazifik Gelbflossen-Tunfisch gefangen und hohe Mengen an ungewolltem Beifang in Kauf genommen: Nicht nur Delfine, sondern auch Haie, Schildkröten, andere Fische und junge Tunfische.
Doch nicht nur die Ringwadenfischerei, auch eine zweite Methode der Tunfischerei gibt Anlaß zur Sorge. Die "Langleinenfischerei" auf Tunfisch produziert gleichermaßen etwa 40% Beifang: Millionen Haie, Schildkröten und Vögel fallen ihr jährlich zum Opfer. Zudem wird ein gewaltiger Teil der sehr gewinnbringenden Tunfisch-Arten illegal gefangen - jenseits jeglicher Fangquoten und Kontrollen.
In Europa landet Tunfisch nach dem Alaska-Seelachs und dem Hering am dritthäufigsten in den Einkaufskörben, inden USA an zweiter Stellen, in Japan sogar an erster. Das macht sich bemerkbar: Viele Tunfisch-Bestände sind inzwischen stark überfischt. Doch dass der Tunfisch selbst in Bedrängnis geraten ist, bleibt im Supermarkt weitgehend unbemerkt.
Zu guter Letzt: Besonders Tunfisch ist immer wieder sehr hoch mit Quecksilber belastet, Schwangere und Kinder sollten daher nicht übermäßig viel Tunfisch verzehren!
Quelle: Greenpeace |